#LASSREDEN ‒ ÜBER ARBEIT, WOHNEN UND GELD

Alles wird teurer. Aber die eigene Zukunft fühlt sich trotzdem auf Pause an.

Dieses Gefühl kam immer wieder auf.

Miete ist teuer. Einkaufen kostet mehr. Energiepreise schwanken.

Einen sicheren Job zu finden, fühlt sich schwieriger an, als es eigentlich sein sollte. Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass langfristige Planung kaum noch möglich ist.

Die Wahrheit ist: Wir als EU können nicht alle Probleme sofort lösen. Und nicht alles wird in Brüssel entschieden.

Aber wir versuchen, dort zu unterstützen, wo wir können. Vor allem bei Jobs, Ausbildung, Energie und bezahlbarem Wohnen.

Was passiert konkret?

Unterstützung für Ausbildung, Arbeit und Zukunft

In ganz Deutschland werden Programme unterstützt, die jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben helfen. Zum Beispiel durch:

  • Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote
  • Programme für digitale Fähigkeiten
  • Unterstützung für Start-ups
  • Förderung von Jobs im Bereich Klimawandel und Zukunftstechnologien

Vieles davon passiert über Schulen, Städte, Vereine oder Jobcenter. Deshalb merken viele gar nicht, dass die EU dahinter mitfinanziert.

Wohnen ist endlich ein größeres Thema geworden

Lange galt Wohnen nicht wirklich als europäisches Thema.

Das ändert sich gerade.

Zum ersten Mal gibt es in der Europäischen Kommission eine eigene Zuständigkeit für Wohnen und Pläne für mehr bezahlbaren Wohnraum in Europa.

Denn, wenn ein Großteil des Einkommens für Miete draufgeht, wird alles andere automatisch schwieriger.

Klimaschutz darf keine zusätzliche Belastung sein

Mit dem Europäischen Green Deal hat die EU viele Maßnahmen beschlossen, die Klima und Umwelt schützen.

Solche großen Veränderungen wirken sich auch auf den Alltag der Menschen aus – etwa in den Bereichen Energie, Mobilität oder Lebenshaltungskosten. Deshalb gibt es EU-Förderungen, die genau dabei helfen sollen, diesen Wandel sozial gerechter zu machen.

Nicht perfekt. Aber der Versuch, Veränderungen nicht einfach auf die Menschen abzuwälzen.

KURZ GESAGT

6,5

Milliarden Euro

EU-Sozialförderung für Deutschland zwischen 2021 und 2027.

Die EU‑Jugendgarantie

Ein Programm, das jungen Menschen Zugang zu Jobs, Ausbildungsplätzen, Weiterbildung und Praktika ermöglichen soll.

Warum das wichtig ist

Viele Projekte, die Menschen vor Ort konkret helfen, werden teilweise durch die EU finanziert. Auch, wenn man das oft gar nicht sieht.

Was junge Menschen gesagt haben

Diese Sorgen sind real. Und sie werden nicht ignoriert. Wir haben nicht auf alles sofort eine Antwort. Aber wir versuchen, mehr Sicherheit, Chancen und Perspektiven für junge Menschen zu schaffen. Und genau darüber wollen wir auch weiterhin sprechen.

Die Energiepreise senken ist wichtig, weil viele Menschen eben sehr viel für Strom und Gas bezahlen. Man könnte zum Beispiel eine gemeinsame Energiepolitik schaffen.

Der typische ‚German Dream’ ist es, irgendwann ein eigenes Haus zu besitzen. Aber damit das möglich wird, muss Wohnen auf jeden Fall wieder bezahlbarer werden.

#LASSREDEN ‒ ÜBER BILDUNG UND CHANCEN

Entscheidungen über unsere Zukunft werden getroffen, ohne uns einzubeziehen.

Viele junge Menschen haben das Gefühl, bei Themen wie Bildung, Zukunft oder Politik nicht wirklich gehört zu werden.

Und ehrlich gesagt: Diese Frustration kommt nicht von ungefähr.

Bildung wird in Deutschland größtenteils von den Bundesländern geregelt, nicht von der EU. Trotzdem versuchen wir, Möglichkeiten und Chancen über Ländergrenzen hinweg zu schaffen.

Denn Zukunft sollte nicht davon abhängen, woher man kommt oder wie viel Geld man hat.

Was passiert konkret?

Bildung gerechter gestalten.

Das deutsche Ausbildungssystem wird auch durch EU-Sozialförderung unterstützt.

Damit werden Projekte gefördert, die sich zum Beispiel auf die folgenden Themen konzentrieren:

  • praktische Berufsausbildung
  • Chancengleichheit
  • Unterstützung für benachteiligte Schüler:innen
  • Inklusion
  • weniger Schulabbrüche

Viele dieser Angebote laufen über Schulen, Städte oder lokale Organisationen.

Auslandserfahrungen sollten keine Luxusfrage sein

Für viele junge Menschen fühlen sich ein Auslandssemester oder eine Interrail-Reise inzwischen kaum noch bezahlbar an.

Programme wie Erasmus+ oder DiscoverEU sollen genau dabei helfen.

Denn andere Länder, Kulturen und Perspektiven kennenzulernen sollte nicht davon abhängen, wie viel Geld man hat.

Europa erleben, statt nur darüber zu reden

Jedes Jahr bekommen tausende 18-Jährige kostenlose Interrail-Tickets über DiscoverEU.

Die Idee dahinter: Europa fühlt sich anders an, wenn man es selbst erlebt.
Nicht im Unterricht.
Nicht auf Social Media.
Sondern unterwegs.

Zukunft sieht nicht für alle gleich aus

Nicht jeder Weg führt über ein Studium.

Deshalb unterstützen wir auch:

  • Freiwilligenprogramme
  • Ausbildungsinitiativen
  • lokale Jugendprojekte
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Programme für den Berufseinstieg

Es geht nicht darum, jungen Menschen vorzuschreiben, wie ihre Zukunft aussehen soll.
Sondern darum, mehr Möglichkeiten zu schaffen.

KURZ GESAGT

Erasmus+

Das größte EU-Programm für Austausch, Lernen und internationale Erfahrungen in Europa.

DiscoverEU

Kostenlose Interrail-Tickets für tausende 18-Jährige jedes Jahr.

Warum das wichtig ist

Nicht alle jungen Menschen starten mit den gleichen Chancen. Programme für Austausch, Ausbildung und Mobilität sollen helfen, genau diese Unterschiede kleiner zu machen.

Was junge Menschen gesagt haben

Das sind keine kleinen Sorgen. Sie entscheiden mit darüber, wie junge Menschen auf ihre Zukunft schauen. Die EU wird nicht alle Probleme im Bildungssystem lösen. Aber wir versuchen, Chancen, Austausch und Unterstützung über Grenzen hinweg möglich zu machen. Und am wichtigsten: Diese Gespräche sollten nicht nur über junge Menschen geführt werden. Sondern mit ihnen. Deshalb: #LassReden.

Als Student bin ich wirklich dankbar für die Möglichkeit, durch Erasmus so viel von Europa kennenzulernen […]. Man merkt dabei wirklich, dass uns viel mehr verbindet, als uns voneinander unterscheidet.

Das Bildungssystem ist veraltet, die Infrastruktur ist veraltet – vieles ist einfach überholt und in schlechtem Zustand. Ostdeutschland hat vom wirtschaftlichen Aufschwung kaum profitiert.

#LASSREDEN ‒ ÜBER MIGRATION UND INTEGRATION

Wenige Themen werden in Europa so unterschiedlich gesehen wie dieses.

Was für die einen selbstverständlich ist, ist für die anderen ein Problem. Und umgekehrt. Diese Unterschiede sind real. Sie verschwinden nicht, indem man sie ignoriert.

Wir als EU haben hier lange gestritten. Manchmal mit guten Gründen. Manchmal weniger.

Was aber gelungen ist: ein gemeinsamer Weg. Nicht für alle perfekt. Aber tragfähig.

Was passiert konkret?

Nach Jahren Streit: ein gemeinsamer Pakt

2024 hat sich die EU auf den Migrations- und Asylpakt geeinigt. Nach langen Verhandlungen.

Das Paket basiert auf unseren Grundwerten. Gleichzeitig erkennt es an, dass viele Städte, Regionen und Kommunen an ihre Grenzen gekommen sind.

Es regelt unter anderem:

  • klarere und schnellere Asylverfahren
  • mehr Ordnung an den EU-Außengrenzen
  • eine gerechtere Verteilung der Verantwortung zwischen den Mitgliedsstaaten
  • bessere Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern

Die Umsetzung läuft. Erste Effekte sind sichtbar.

Geregelte Zuwanderung für Europas Zukunft

Europa wird älter. Viele Branchen finden schon heute kaum noch Fachkräfte.

Migration ist deshalb nicht nur eine humanitäre Frage. Sondern auch eine wirtschaftliche.

Programme wie die EU Blue Card sollen qualifizierten Menschen aus dem Ausland einen legalen Weg nach Europa öffnen. Geordnet. Nachvollziehbar.

KURZ GESAGT

Der Migrations- und Asylpakt

2024 nach Jahren der Verhandlung beschlossen. Wird jetzt in allen 27 Mitgliedsstaaten umgesetzt.

Die EU Blue Card

Ein legaler Weg nach Europa für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland.

Warum das wichtig ist

Migration wird nicht verschwinden – als Herausforderung, als Chance, als Veränderung. Aber man kann verantwortungsvoll darauf reagieren. Genau das versucht die EU jetzt.

Was junge Menschen gesagt haben

Migration wird ein Thema bleiben, bei dem viel und hitzig diskutiert wird. Sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa. Wichtig ist, dass dabei zugehört wird – einander und besonders denen, die persönlich betroffen sind. Daher unser Motto: #LassReden.

Klarere Regeln und Gesetze sind notwendig, damit Migration fair bleibt und die Gesellschaft nicht überfordert wird.

Ich finde es gut, dass wir Menschen helfen wollen, absolut. Aber dann sollten wir auch mehr dafür tun, dass Menschen sich wirklich integrieren und anschließend auch einen Beitrag leisten und arbeiten können. Denn das ist ein wichtiger Teil von Integration.

#LASSREDEN ‒ ÜBER POLARISIERUNG UND DEMOKRATIE

Die Stimmung in vielen Ländern Europas wird rauer. Das spürt man im Alltag. In politischen Diskussionen. In sozialen Medien.

Viele junge Menschen erleben das aus unmittelbarer Nähe. Im Klassenzimmer, im Freundeskreis, in der eigenen Familie.

Wir als EU werden hier nicht den Schiedsrichter spielen. Wie sich eine Gesellschaft politisch positioniert, ist in jedem Land eine eigene Frage.

Aber wir können dafür sorgen, dass Demokratien widerstandsfähig bleiben. Vor allem gegen Einflussnahme von außen.

Was passiert konkret?

Desinformation wirksam bekämpfen

Vieles, was im Netz Stimmung macht, kommt nicht zufällig dort an, wo es ankommt. Gezielte Falschinformation wird inzwischen auch als geopolitisches Werkzeug eingesetzt – von Staaten, die ein Interesse daran haben, Demokratien zu schwächen.chnologien

Die EU hat dafür eigene Strukturen geschaffen. Zum Beispiel:

  • EUvsDisinfo: ein europäisches Aufklärungsprojekt, das Falschinformation systematisch dokumentiert.
  • Digital Services Act (DSA): ein Gesetz, das große Online-Plattformen in die Pflicht nimmt, illegale Inhalte und Desinformation ernsthaft zu adressieren.

Das wird nicht alles lösen. Aber es ist mehr als noch vor wenigen Jahren.

Demokratische Werte als gemeinsamer Boden

Im EU-Vertrag steht in Artikel 2, auf welchen Werten die Union basiert: Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte.

Das ist kein Marketing-Text. Wer der EU beitritt, verpflichtet sich darauf. Und wer als Mitgliedsstaat dagegen verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen.

KURZ GESAGT

Der Digital Services Act

Ein EU-Gesetz, das große Plattformen in die Verantwortung nimmt – für das, was auf ihren Diensten passiert.

EU vs Disinfo

Eine europäische Plattform, die systematisch Falschinformation dokumentiert und aufklärt.

Warum das wichtig ist

Demokratien werden nicht nur durch Wahlen verteidigt. Sondern auch dadurch, dass Menschen wissen, wem sie vertrauen können – und wem nicht.

Was junge Menschen gesagt haben

Niemand löst Polarisierung mit einer Pressemitteilung. Aber miteinander reden hilft. Auch über das, was nicht so leicht zu (er)klären ist. Deshalb: #LassReden.

Die Leute wollen einfach nicht mehr miteinander reden, wenn sie politisch unterschiedlich denken – zwischen links und rechts. Das zieht sich sogar durch Freundeskreise, und Politik ist in allem viel zu präsent.

Ich mache mir Sorgen, dass das Ganze auseinanderfallen könnte, weil euroskeptische Parteien in einzelnen Staaten immer mehr an Bedeutung gewinnen.

#LASSREDEN ‒ ÜBER KLIMA UND ZUKUNFT

Wenige Themen haben so deutlich gezeigt, was passieren kann, wenn junge Stimmen laut werden.

Vor der Europawahl 2019 stand der Klimaschutz plötzlich ganz oben – auf den Straßen, in den Schulen, in der Politik. Greta Thunberg und die Bewegung um sie haben mit dafür gesorgt, dass Klima nicht mehr nur ein Thema unter vielen war.

Diese Stimmen wurden gehört.

Das Ergebnis nennt sich Europäischer Green Deal – eines der ambitioniertesten Klimaschutz-Programme weltweit.

Was passiert konkret?

Der Green Deal: ein langfristiger Plan, kein einzelnes Gesetz

Es geht dabei um sehr viele Maßnahmen gleichzeitig. Zum Beispiel:

  • den Umbau der Energieversorgung weg von Kohle und Gas
  • saubere Mobilität
  • Schutz von Wäldern, Meeren und Artenvielfalt
  • bessere Recycling- und Kreislaufwirtschaft
  • soziale Förderung, damit der Wandel nicht auf den Schultern derjenigen abgeladen wird, die ohnehin schon am meisten belastet sind

Das ist kein kleines Projekt. Nicht alles funktioniert sofort. Aber es ist ein wichtiger Anfang.

Vom Green Deal zum Clean Industrial Deal

Inzwischen ist die nächste Etappe da:

  • der Clean Industrial Deal. Die Idee dahinter: Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammen denken – statt sie gegeneinander auszuspielen.
  • Denn Europa muss sich wirtschaftlich behaupten. Gegen die USA. Gegen China. Gleichzeitig sollen die Klimaziele nicht verwässert werden.

Das ist eine Gratwanderung, die nicht jeder Kritik gerecht wird.

Wir hören auch andere Stimmen

  • In den vergangenen Jahren kam zunehmend Druck aus der Wirtschaft: Bürokratie sei zu groß, Regeln zu viel. Diese Sorgen nehmen wir ernst.
  • Das heißt nicht, dass wir den Klimaschutz aufgeben. Sondern dass wir versuchen, Vereinfachungen zuzulassen, ohne die Substanz zu opfern.

Ob das gelingt, wird sich zeigen.

KURZ GESAGT

Der Europäische Green Deal

Das größte Klimapaket der EU. Beschlossen unter dem Eindruck einer Bewegung, die maßgeblich von jungen Menschen getragen wurde.

Der Clean Industrial Deal

Die Nachfolge, die Klima und Wirtschaft zusammenführen soll.

Warum das wichtig ist

Junge Menschen haben gezeigt, dass laute Stimmen etwas bewegen können. Diese Erfahrung sollte nicht verloren gehen – auch nicht, wenn die nächste Frage ansteht.

Was junge Menschen gesagt haben

Klimaschutz ist nicht abgehakt. Vieles bleibt offen, vieles bleibt strittig. Aber dass die EU sich überhaupt so klar positioniert, ist ein wichtiges Zeichen auf der Weltbühne und zeigt, dass es sich lohnt, wenn (junge) Menschen gemeinsam laut werden. Deshalb: #LassReden.

Ich finde, es sollte eine CO2-Steuer geben in der ganzen EU – und einen geregelten Preis.

Der Klimawandel ist nach wie vor ein echtes Problem, und er wird nur schlimmer, weil wir nicht mehr darüber sprechen. Warum tun die Politiker nicht mehr dagegen?

#LASSREDEN ‒ ÜBER SICHERHEIT UND EUROPAS PLATZ IN DER WELT

Wir stehen in einer multipolaren Welt sehr schlecht da. Wir sollten in Europa allgemein geeint auftreten.

Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Europa in der Welt an Gewicht verliert. Dass andere Mächte schneller, härter, entschlossener auftreten, während die EU oft langsam und uneinig wirkt.

Diese Wahrnehmung ist nicht aus der Luft gegriffen.

Die Weltordnung verändert sich. Die USA, China und andere Akteure spielen ein anderes Spiel als noch vor zehn Jahren. Wenn Europa seine Rolle in dieser neuen Realität behaupten will, muss es geeint auftreten, gemeinsam handeln.

Was passiert konkret?

Geeint, wenn es zählt

  • Die EU ist nur so stark, wie ihre Mitgliedsstaaten sie machen. In den vergangenen Jahren haben die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine gut gezeigt: Eine gemeinsame Antwort ist möglich ist. Und sie zeigt Wirkung. 
  • Eine gemeinsame europäische Verteidigung soll dabei kein Ersatz für die NATO sein. Sondern eine Ergänzung. Eine zweite Schutzschicht.

Ukraine: ungebrochene Solidarität

  • Seit dem russischen Überfall im Februar 2022 unterstützt die EU die Ukraine. Mit Finanzhilfen, mit humanitärer Hilfe, mit politischer Unterstützung.
  • Diese Solidarität bleibt. Auch, wenn sie in einzelnen Hauptstädten immer wieder neu diskutiert wird.

Westbalkan und neue Partnerschaften

  • Europa ist nicht nur die EU der 27. Die Länder des Westbalkans rücken näher, der Beitrittsprozess wird beschleunigt.
  • Gleichzeitig öffnet sich die EU neuen Handelspartnern: Indien, Kanada, Lateinamerika, Neuseeland. Das macht Europa als Wirtschaftsraum unabhängiger von einzelnen Großmächten.

KURZ GESAGT

EU + NATO

Keine Konkurrenz. Eine gemeinsame Verteidigung in Europa ergänzt das transatlantische Bündnis.

Neue Handelspartnerschaften

Indien, Kanada, Mercosur, Neuseeland. Europa erschließt sich neue Märkte – und macht sich unabhängiger.

Warum das wichtig ist

Wenn 27 Länder zusammen auftreten, haben sie ein anderes Gewicht als jedes für sich allein. Das ist die einzige reale Antwort auf eine Welt, in der die Großen härter werden.

Was junge Menschen gesagt haben

Diese Stimmen verstehen, was auf dem Spiel steht. Und sie zeigen, dass viele junge Menschen die EU nicht als Bürde sehen, sondern als Chance. Deshalb: #LassReden.

Wir sollten uns nicht nur als Deutsche fühlen, sondern als Europäer … und vielleicht sogar eine europäische Armee schaffen. Das wäre wirklich wichtig.

Wenn man eine gemeinsame Struktur hätte, wäre man nicht so abhängig von den USA und
könnte das gesamte Verteidigungs-Budget effizienter nutzen.

#LASSREDEN ‒ ÜBER GESUNDHEIT, PFLEGE UND MENTAL HEALTH

Gesundheit gehört zu den wichtigsten Dingen im Leben. Gleichzeitig ist sie etwas, das viele Menschen als besonders unsicher erleben. Körperlich, vor allem aber auch psychisch.

Gesundheit ist in Europa primär Aufgabe der Mitgliedsstaaten. Das ist eine entscheidende Einordnung – viele Erwartungen richten sich an Brüssel, die dort gar nicht erfüllt werden können.

Trotzdem ist die EU nicht außen vor. Bei manchen Themen ist sie sogar dichter dran, als viele wissen.

Was passiert konkret?

HERA: ein Erbe von Corona

  • Die Pandemie hat schmerzhaft gezeigt, was passiert, wenn Europa unvorbereitet getroffen wird. Aus dieser Erfahrung ist HERA entstanden – die Behörde für gesundheitliche Notlagen.
  • HERA soll dafür sorgen, dass Europa bei künftigen Krisen schneller reagieren kann. Mit Impfstoffen. Mit Medikamenten. Mit Schutzausrüstung.
  • Es ist ein Lerneffekt, der aus einer harten Zeit kommt.

Mental Health rückt in den Fokus

  • Die EU hat in den vergangenen Jahren erstmals eine eigene Strategie für mentale Gesundheit auf den Weg gebracht.
  • Das ist symbolisch wichtig, weil es zeigt, dass mentale Gesundheit nicht länger als Randthema behandelt wird. Es ist praktisch wichtig, weil daraus konkrete Förderprogramme entstehen, die auch in Deutschland ankommen.

Pflege als europäisches Thema

  • Mit der Europäischen Pflegestrategie hat die EU einen Rahmen geschaffen, der pflegende Angehörige stärken und Pflegekräfte besser unterstützen soll.
  • Vieles davon wird auf nationaler Ebene umgesetzt. Dass es überhaupt einen europäischen Bezugsrahmen gibt, ist jedoch neu.

KURZ GESAGT

HERA

Die EU-Behörde für gesundheitliche Notlagen. Entstanden aus den Erfahrungen mit Corona.

Strategie für mentale Gesundheit

Erstmals ein eigenes EU-Programm. Mental Health wird nicht mehr als Nebenthema behandelt.

Warum das wichtig ist

Wer mit der eigenen Gesundheit hadert – körperlich oder psychisch – braucht Unterstützung, die ankommt. Vieles davon passiert vor Ort. Aber es kann besser werden, wenn Europa mitdenkt.

Was junge Menschen gesagt haben

Eine einheitliche medizinische Behandlung in Europa ist heute noch nicht Realität. Aber der Wunsch dahinter – gleiche Chancen unabhängig vom Wohnort – ist berechtigt. Und ein Grund, warum europäische Zusammenarbeit auch in diesem Bereich weitergehen sollte. Deshalb: #LassReden.

Wir sollten in ganz Europa einen einheitlichen Stand der Notfallmedizin schaffen, da alle Bürger die gleiche medizinische Behandlung verdienen.

#LASSREDEN ‒ ÜBER POLITIK UND DAS MITREDEN

Das ist einer der härtesten Sätze, die in den Gesprächen gefallen sind. Und einer der wichtigsten.

Wenn junge Menschen das Gefühl haben, dass über sie entschieden wird, aber nicht mit ihnen, dann ist das eine ernste Diagnose. Auch für Europa.

Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Das heißt: nicht jede und jeder muss bei allem mitstimmen. Aber Politik muss erklärbar sein. Und sie muss zuhören.

Was passiert konkret?

Die Konferenz zur Zukunft Europas

  • Vor wenigen Jahren hat die EU ein Format gestartet, das es so noch nie gab: die Konferenz zur Zukunft Europas. Bürgerinnen und Bürger aus allen Mitgliedsstaaten – darunter viele junge Menschen – haben Vorschläge erarbeitet, was sich in Europa ändern sollte.
  • Nicht alle Vorschläge wurden eins zu eins umgesetzt. Aber einige sind in die politische Agenda eingegangen.

Bürgerpanels jetzt regelmäßig

  • Daraus sind dauerhafte Europäische Bürgerpanels entstanden. Dort beraten zufällig ausgewählte Menschen aus allen 27 Ländern die EU-Kommission zu konkreten Themen.
  • Das ist keine reine Symbolik. Die Empfehlungen fließen tatsächlich in politische Entscheidungen auf EU-Ebene ein..

Die Europäische Bürgerinitiative

  • Wenn eine Million Menschen aus mindestens sieben Ländern eine Idee unterstützen, muss sich die EU-Kommission damit beschäftigen. Das ist die Europäische Bürgerinitiative.
  • Ehrlich gesagt: keine niedrigschwellige Hürde. Aber das Werkzeug existiert.

KURZ GESAGT

Europäische Bürgerpanels

Dauerhaftes Beteiligungsformat. Zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger beraten die Kommission.

Die Europäische Bürgerinitiative

Ein direktes Werkzeug, um Themen auf die EU-Agenda zu bringen.

Warum das wichtig ist

Politik darf nicht über die Köpfe junger Menschen hinweg entschieden werden. Beteiligungsformate sind ein Anfang – und sie werden weiterentwickelt.

Was junge Menschen gesagt haben

Die erste Stimme klagt an. Die zweite zeigt, was möglich ist. Beide müssen gehört werden. Genau dafür gibt es diese Kampagne. Genau deshalb sagen wir weiterhin: #LassReden.

Wir Jugendlichen werden nicht gehört. Politik, die heute gemacht wird, kommt eigentlich auf uns zurück. Aber uns fragt keiner. Wenn die Bildungsministerin im Bund was entscheidet, dann kommt das auf uns Jugendliche zurück. Aber sie geht nicht an den Schulen vorbei und fragt uns, was uns bedrückt.

Was wünsche ich mir für die EU? Dass einfach mehr Leute wissen, dass die EU nicht nur eine Organisation ist, sondern ein Verfassungsverbund. Dass wir wirklich gemeinsam etwas erreichen können – auch wenn die Länder souverän bleiben.

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